Kauen ist ein Urbedürfnis des Menschen. Schon in der Steinzeit kauten unsere Vorfahren auf Harzklumpen herum. Heute haben sogar Astronauten Kaugummi mit im Gepäck.

Zahnabdrücke auf einem 5000 Jahren Stück Birkenharz aus Finnland belegen: Kaugummi ist keine neue Erfindung. Aber es dauerte so seine Zeit, bis er zu dem Produkt wurde, das wir heute kennen.

Im alten Ägypten, bei den Römern, den Mayas und Azteken waren verschiedene Sorten von kaubaren Harzen oder Latexsaft beliebt.

Kaugummi im Wandel der Zeit
Der erste Kaugummifabrikant der Neuzeit war der US-Amerikaner John Curtis Jackson. Er brachte 1848 einen Kaugummi nach indianischem Rezept mit Fichtenharz auf den Markt. Doch erst der New Yorker Thomas Adams schaffte den wirklich grossen Durchbruch. 1871 verkaufte er die ersten Kaugummi-Kugeln auf der Basis von Latex. Später produzierte er lange schmale Streifen mit Einkerbungen. So konnten die Händler Stück für Stück ab der Rolle verkaufen. Aber noch waren die Kaugummis ohne Geschmack.

Kaugummi gegen Husten
1875 hatte der Amerikaner John Colgan die Idee, einen medizinischen Kaugummi herzustellen. Und: Er benutzte als erster einen Aromastoff. Der verwendete Tolu-Balsam schmeckte gut und wirkte gleichzeitig gegen Husten. Der bekannte William Wrigley Jr. schaffte es ab 1890, zum grössten Kaugummifabrikanten der Welt zu werden.

Die Eroberung Europas
Bis der Kaugummi den Sprung über den Atlantik schaffte, vergingen aber nochmals gut 130 Jahre. In Deutschland war vereinzelt importierter Kaugummi erhältlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er durch die in Deutschland stationierten amerikanischen Soldaten überall beliebt.

Kaugummi im Weltall
Heute fliegt der Kaugummi auch regelmässig ins All. Seit dem Gemini IV-Flug von 1965 nehmen Astronauten aller Länder gerne Kaugummi mit ins Gepäck auf die Reise in die Schwerelosigkeit.

Mentos Gum auf Siegeszug
Mentos Gum gibt es seit 2005. Mit seinen vielen verschiedenen Sorten und den zahlreichen leckeren Geschmacksrichtungen hat Mentos Gum weltweit einen wahren Siegeszug angetreten. Dabei kommt Mentos laufend mit brandneuen Innovationen auf den Markt.

Die vielen zuckerfreien Sorten entsprechen einem grossen Bedürfnis und sorgen nicht nur für einen unbeschwerten Kaugenuss, sondern fördern auch gesunde Zähne. Mentos war zudem die erste Firma in der Schweiz, die ihre Kaugummis in der superpraktischen Bottle verkaufte. Sicher und sauber verpackt sind die Mentos Gums so ein beliebter Begleiter im Alltag.

 

Verschluckte Kaugummis
Bleiben sieben Jahre im Magen

Der Kaugummi spaltet die Gemüter: Kinder lieben die klebrige Masse, Lehrer aber stossen sich am schmatzenden Geräusch während der Schulstunde, und Eltern sorgen sich um Verstopfungen bei ihren Kinder.

 

Um ihren Schützlingen das Kaugummi Kauen auszutreiben, bedienen sich Erwachsene nicht selten allerlei Schauermärchen: Heruntergeschluckte Kaugummis würden die Magenwände verkleben und ganze sieben Jahre im Magen verbleiben. In Wirklichkeit ist der Magen viel stärker und produziert scharfe  Chemikalien, die ein Verkleben der Magenwände durch Kaugummis verhindern. Gerade die Magensäure ist so sauer, dass es ihr pH-Wert fast mit dem der Salzsäure aufnehmen kann; zusätzlich leisten unzählige Verdauungsenzyme gute Zersetzungsarbeit. Viele Inhaltsstoffe des Kaugummis sind aber sowieso unverdaulich und passieren den Darm im Eiltempo, so dass der heruntergeschluckte Klumpen den Körper spätestens nach ein paar Tagen wieder verlässt.

 

Ganze 2 Kilogramm Kaugummi müssten wir kauen, um im Magen einen Stau zu verursachen — so viel Kieferarbeit ist selbst in der langweiligsten Schulstunde unmöglich. Vorsicht ist nur bei sehr exzessivem Kauen von Kaugummi angebracht. Dann kann sich nämlich im Dickdarm ein Gummipfropfen bilden. Doch in der Regel steigert Kaugummi den Blutfluss zum Gehirn und damit die Konzentrations- und Gedächtnisleistung, bestätigt eine neue Studie der Universität von Northumbria in Grossbritannien. Wenn Lehrer und Lehrerinnen also weiterhin so abschreckende Geschichten  erzählen, statt die positiven Folgen des Kaugummikauens zu sehen, hat das wohl nur eine Folge: dass die Kaugummis unter die Schulbank geklebt werden und dort als eklige Überreste verbleiben — vielleicht für sieben Jahre.


Kaugummis sind – logo! – zum Kauen da. Aber längst nicht nur. Hier gibt es mehr über die kuriosen Seiten des Kauvergnügens.


Der Weltrekord
Keine schafft grössere Blasen als sie: Susan Montgomery Williams schlägt einfach jeden. Ihr aktueller Weltrekord in der Disziplin «Grösste Kaugummiblase» liegt bei 58,4 cm. Dabei schreiben die Wettkampfregeln vor, dass maximal drei handelsübliche Kaugummis verwendet werden dürfen. Ob die Weltrekordlerin mit dem Übernamen MontGUMery den Mentos Bubble Gum schon für sich entdeckt hat, ist nicht bekannt.

Tolle Blasen gibt es hier: http://de.youtube.com/watch?v=62HjZ1-LGDo


Der Versteigerungswahn

Oft kennen die Fans von Stars und Sternchen keine Grenzen in ihrer Sammelwut. Immer wieder werden im Internet selbst die fragwürdigsten Hinterlassenschaften von Prominenten versteigert. Gebrauchte Taschentücher, Zigarettenstummel – und gut durchgekaute «Occasions-Kaugummis». Besonders viele Exemplare davon sind von Britney Spears erhältlich. Sie gehen bei eBay im Schnitt zwischen US$ 5 und US$ 100 weg. Und sie beweisen: Britney entsorgt ihre Kaugummis (Mentos Gum?) nicht korrekt. Pfui, pfui!

Der Lebensretter
Kaugummi kauen macht Spass – und kann im Extremfall Leben retten. So passiert im Jahr 1911. Ein Dirigible R-34, ein Luftschiff der britischen Royal Air Force, befand sich auf seinem Weg nach Amerika mitten über dem Atlantik, als der Frontmotor plötzlich anfing zu dampfen und überhitzte. Eine Leitung im Kühlsystem hatte ein Leck! Alle an Bord befindlichen Klebstoffe halfen nicht, den Schaden zu beheben – bis jemand die Idee hatte, es mit Kaugummi zu versuchen. Zehn Besatzungsmitglieder erhielten je ein Päckli Kaugummi und kauten, was das Zeug hielt. Und tatsächlich: Die «Occasionen» flickten das Loch perfekt. Nicht abgeklärt ist, wie gut die Dichtungseigenschaften von Mentos Gum sind.

Die Leidenschaft
Sie sind so richtig süchtig nach Kaugummi: die Brüder Volker und Tomas Martins aus dem deutschen Freiburg. Doch zum Kauen sind ihnen die Dinger oft zu schade, denn die Martins sind Kaugummi-Sammler aus Leidenschaft. Sie besitzen über 2600 verschiedene Streifen-Kaugummipäckchen aus mehr als 60 Ländern und mit mehr als 50 verschiedenen Geschmacksrichtungen. Damit nennen die Brüder die grösste Kaugummisammlung der Welt ihr Eigen. Da die Mentos Gum so herrlich rund sind, passen sie leider nicht ins Sammel-Schema.

Die Kaugummi-Gasse
Die einen finden es total witzig, die andern einfach nur voll «gruusig». Die «Bubble Gum Alley» (Kaugummi-Gasse) im kalifornischen Ort San Luis Ospido scheidet die Geister. Die Wände auf beiden Seiten des engen Durchgangs sind über und über mit gebrauchten Kaugummis vollgeklebt. Keiner weiss, wer wann damit angefangen hat, doch inzwischen ist die «Bubble Gum Alley» schon fast eine Attraktion geworden. Der Kaugummi-Duft, so erzählen Besucher, sei überwältigend. Wer also demnächst nach San Luis Ospido an der kalifornischen Küste reist: Mentos Gum nicht vergessen!

Das Kaugummiverbot
Singapur hatte viele Jahre den Ruf, das kaugummifeindlichste Land der Welt zu sein. 1992 hatte die Regierung nämlich ein absolutes Kaugummiverbot erlassen. Damit schaffte es Singapur wohl als einzige Grossstadt der Welt, sich kaugummifreie Trottoirs zu bewahren. Seit 2004 ist der Verkauf von Kaugummis nun aber wieder zugelassen, allerdings nur in Apotheken und gegen Vorweisung eines ärztlichen Rezepts und eines Personalausweises. Kaugummi gilt in dem blitzblanken Stadtstaat nach wie vor als «kontrollierte Substanz» und wird, so die Gesundheitsbehörden, «zu therapeutischen Zwecken» abgegeben. Eine wahrhaft schreckliche Vorstellung für alle Freunde der superleckeren Mentos Gum!


Kaugummi kauen tut gut. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Kaugummis nicht korrekt entsorgen verursacht eine Menge Probleme. Das kann man jeden Tag selber erfahren – und etwas dagegen tun.

Wer Kaugummi kaut, tut sich etwas Gutes. Durch die Arbeit der Kaumuskulatur wird die Blutversorgung im Kopf und damit die Blut- und Sauerstoffversorgung des Gehirns verbessert. Da im Mundraum viele Nerven dicht zusammen liegen, hat das Kauen eine anregende und gleichzeitig eine entspannende Wirkung.

Zusätzlich profitieren wir von der zahnreinigenden Wirkung der Kaugummis, speziell bei den zuckerfreien Sorten. Der natürliche Zuckeraustauschstoff Xylit in den Mentos Gums mit dem Zahnmännchen wirkt Karies hemmend, sorgt für einen neutralen pH-Wert im Mund und für frischen Atem. Inzwischen ist der weitaus grösste Teil der in der Schweiz verkauften Kaugummis ohne Zucker.

Kaugummi im Medizinschrank
Medizinische Kaugummis haben einen Zusatznutzen für die Gesundheit. Manche helfen beim Nikotinentzug, bei Durchfall oder bei Verstopfungen oder bei Übelkeit und Erbrechen. Neuste Forschungen zielen darauf ab, mit speziellen Kaugummis das Krebsrisiko in Mund und Rachen und in der Speiseröhre zu senken.

Kaugummi auf der Strasse
Das Kaugummikauen hat aber auch seine negativen Seiten. Dann nämlich, wenn der Kaugummi durchgekaut und ausgelutscht nicht dort landet, wo er sollte: Am besten in ein Papier gewickelt und im Abfalleimer. So kleben die Überreste des Kauvergnügens unter Pulten, am Boden, auf Fahrzeugsitzen, in den Haaren oder – und das mit zunehmender Häufigkeit – auf der Strasse.

Kaugummi als Kostenfaktor
So machen ausgespuckte Kaugummis Stadtverwaltungen und Betreibern öffentlicher Verkehrsmittel das Leben schwer. Bleiben sie nicht vorher an einem Kleidungsstück oder an einer Schuhsohle kleben, so verkleben sie sich fast untrennbar am Untergrund. Die Reinigungskosten in den Städten sind entsprechend hoch. In ganz England beispielsweise waren es 2008 fast 3340 Millionen Franken.

Liverpool war die erste Stadt in England, die deshalb eine Steuer auf Kaugummi ausgesprochen. Auf jede Packung wird ein Pence (= 2,2 Rappen) Steuern erhoben.

Immer mehr Städte rücken den klebrigen Hinterlassenschaften rücksichtsloser Kauer mit Spezialgeräten zu Leibe. Sogenannte Gum Busters lösen mit Dampf und Spezialreinigungsmitteln jeden Kaugummi einzelnen von der Strasse. Eine echte Sisyphus-Arbeit!

Kaugummi als Gefahr
Kaugummi auf der Strasse oder im Gebüsch bedeutet auch eine Gefahr für Vögel. Sie picken auf, was ihnen geniessbar erscheint – und können an der klebrigen Masse ersticken.